Neue Publikation des Landesamts für Denkmalpflege: „Erforschen und Erhalten. Jahresbericht der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg 2022“

Schwerpunktthema: Klimaschutz und Denkmalpflege

Pressemitteilung Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

 

50 Jahre Denkmalschutzgesetz und 50 Jahre Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg wurden 2022 gefeiert und so bietet die Bau- und Kunstdenkmalpflege auch für dieses Jubiläumsjahr mit ihrem Jahresbericht 2022 einen umfangreichen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Der fünfte Band von „Erforschen und Erhalten“ stellt erneut Beispielhaftes aus der täglichen Arbeit an und mit den über 90.000 Bau- und Kunstdenkmalen Baden-Württembergs vor. 65 Beiträge zeigen anschaulich, was mit Unterstützung und Beratung durch das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart im Jahr 2022 von der Vergangenheit in die Zukunft begleitet wurde. Der thematische Schwerpunkt widmet sich dieses Mal dem Thema „Klimaschutz und Denkmalpflege“.

 

„Wir Denkmalpflegerinnen und -pfleger sind seit Jahren der Überzeugung, dass unsere Kulturdenkmale Beispiel geben dafür, wie unsere Gesellschaft auf dem Bausektor zur Schonung des Klimas agieren könnte“, sagte Prof. Dr. Claus Wolf, der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart. „Regionale Baustoffe, Pflege und Reparatur, jahrhundertelange Nutzung: Das sind nur einige Beispiele zur Nachhaltigkeit von Kulturdenkmalen“, so Wolf. Dabei seien Kulturdenkmale inzwischen an fast alle Herausforderungen der Gesellschaft anpassungsfähig – von der Barrierefreiheit über den Brandschutz bis hin energetischer Ertüchtigung oder der Nutzung regenerativer Energien.

 

Vielfältige Praxisbeispiele

Fensterlos und ohne geschlossene Gebäudehülle: schwierige Voraussetzungen für ein Museum, das dennoch durch weitgehenden Verzicht auf Emissionen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Das zeigt das Beispiel eines Torkels am Bodensee in Bodman-Ludwigshafen. Wie man schon früher Sonnenenergie zu nutzen wusste, zeigen die jungen Kulturdenkmale des Hysolar-Forschungsinstituts der Universität Stuttgart oder das Heliotrop des Freiburger Architekten Rolf Disch, das erste Plusenergiehaus der Welt.

 

Und auch weitere Beispiele im Buch demonstrieren, wie man vermeintlich „schwierige“ Denkmale in eine neue Nutzung bringen kann, sodass sie zu besonderen Schätzen in unseren Städten und Dörfern werden. In der Publikation berichtet das LAD beispielsweise über kleine Fachwerkhäuser im Landkreis Karlsruhe, die mit Erweiterungen Platz für Familien schaffen. Oder vom Projekt denkmal_minimal, das sich die kostengünstige Instandsetzung von Denkmalen zur Aufgabe gemacht hat. Auch die Initiative „Baukultur Schwarzwaldhof“ mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaeffizienz findet sich im Jahresbericht 2022. Mit dem Instrument des Solarkatasters hilft das Landesamt für Denkmalpflege den Kommunen, die Themen Solarenergienutzung und Bewahrung eines denkmalgeschützten Stadtbildes möglichst in Einklang zu bringen. Diese und viele weitere Objekte und Projekte demonstrieren die vielfältige wissenschaftliche Arbeit der Denkmalpflege für die Denkmale in Baden-Württemberg.

 

Publikationsangaben:

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Hrsg.):

Erforschen und Erhalten.

Jahresbericht der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg.

Jahrgang 2022, Ostfildern 2023, 288 Seiten mit ca. 400 meist farbigen Abbildungen

ISBN 978-3-7995-1598-6, 28 Euro

 

 

Anlagen:

Gerne stellen wir Ihnen für Ihre Veröffentlichung Bildmaterial zur Verfügung. Die Dateien können Sie unter https://t1p.de/m3sso herunterladen. Bitte geben Sie bei der Verwendung die angegebene Quelle an.

 

  • Titel „Erforschen und Erhalten 2022“ (Quelle: LAD)
  • Beispiele aus dem Jahresbericht (Quelle: bitte Quellenangabe im Dateinamen beachten

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

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